...ist das heute noch ohne
Risiko möglich?
Die Antwort
lautet ganz einfach "Ja"
Wir
Verbraucher sind mittlerweile sehr vorsichtig geworden wenn wir lesen,
dass in Zeitungen, Zeitschriften oder aber auch hier im Internet
manchmal so schön versprochen wird:
"Werden Sie unser Partner.
Verdienen Sie von zu Hause aus bis zu 2.500 Euro im Monat"Vorsichtig...!
Meistens handelt es sich dabei um irgendwelche Callcenter die auf
Beutejagt gehen, um Sie als Opfer zu gewinnen. Sicher haben wir uns
alle schon mal über lästige Anrufe geärgert, die wir wirklich nicht
brauchen. Ich denke, dafür sollte man sich zu schade sein. So tief kann
man nicht sinken, um sich so etwas anzutun..!
Aber
es heisst
doch immer so schön das Geld liegt auf der Strasse, man braucht es nur
aufzusammeln. Ganz so einfach ist es wohl auch nicht. Eine Menge Fleiss
und Ehrgeiz muss schon vorhanden sein um in der heutigen Zeit überhaupt
noch eine kleine Lücke zu finden, in der man sich erfolgreich behaupten
kann.
Ich werde die Möglichkeit
erfolgreich zu sein anhand des Beispieles eines guten Freundes erklären:
Mein
Freund heisst Gerd. Er ist mittlerweile 52 Jahre alt. Er arbeitete in
einer Spedition als Berufskraftfahrer. Den Job macht er seit fast 30
Jahren. Allein in der letzten Firma war Gerd seit 18 Jahren. Er war nie
krank, immer zur Stelle wenn Not am Mann war, und für jeden Kollegen
(und für den Chef) stets Ansprechpartner.
Im
letzten Jahr
wurde die Firma durch eine andere Spedition übernommen. Gerds neuer
Chef verlangte plötzlich, er möge doch bitte einen neuen Arbeitsvertrag
unterschreiben. In diesem neuen Arbeitsvertrag war plötzlich keine Rede
mehr von der 18-jährigen Betriebszugehörigkeit. Der Lohn sollte
gekürzt, und die Urlaubstage reduziert werden.
Gerd
weigerte
sich, einen solchen Vertrag zu unterschreiben. Was dann geschah, war
"Mobbing pur". Unter Anderem wurde Gerd nun unterstellt, er hätte
Spesengelder unterschlagen. Ihm wurde fristlos gekündigt. Nun begann
der Gang zum Arbeitsgericht. Gerd gewann den Prozess, und sollte wieder
eingestellt werden. Da Gerd aber befürchtete in dieser Firma nie wieder
ein "mobbingfreies Leben" führen zu können, entschied er sich für die
ausgehandelte Abfindung.
Nun war Gerd arbeitslos.
Sein
Arbeitsvermittler der vom Alter her sein Enkel hätte sein können
erklärte ihm, er müsse nun auch einen minder bezahlten Job annehmen.
Die nun folgenden Jobangebote bestätigten die Einwände des
Arbeitsvermittlers.
Gerd bekam Jobangebote ohne
Ende. Nicht
schlecht in der heutigen Zeit der Wirtschaftskrise, werden Sie jetzt
sagen. Aber wie weit sollte man sich herablassen? Mister
"Rotznase" (Gerds Arbeitsvermittler) wurde nun auch immer lauter und
drohte ihm, er müsse nun einen Job annehmen, oder er hätte mit
Konsequenzen zu rechnen.
Mittlerweile kamen die
Jobangebote
nicht mehr nur schriftlich, sondern telefonisch (Die ARGE hatte Gerds
Telefonnummer weitergegeben). Eines Tages dann der Supergau: Der
Disponent einer grossen bekannten Spedition rief an.
Original
Wortlaut : Hallo Herr xxx. Sie suchen Arbeit? Wir
suchen
händeringend Fahrer. Morgen Nachmittag soll schon eine Tour nach
Spanien gehen, nur der Fahrer fehlt uns noch. Der Lkw steht schon
beladen auf unserem Betriebshof. Am besten Sie kommen heute noch bei
uns vorbei, damit wir alles weitere besprechen können....!!!
Gerd:
"Das Wichtigste können wir auch am Telefon besprechen"
Disponent:
"Was ist denn für Sie das Wichtigste ???"
(blöde Frage ???)
Gerd:
"Der Lohn"
Disponent : "Was
stellen Sie sich denn so vor, oder besser gesagt, was müssten Sie denn
unbedingt haben ???
Gerd : "Also, unter
1500 Euro komme ich nicht klar. Ich muss auch immer noch mein Eigenheim
abbezahlen"
Disponent : "Na prima, dann
wirds ja was mit uns beiden. 1500 Euro zahlen wir Ihnen"
Gerd
: "...Netto..!
Disponent
: "Was..?.., nein Brutto. Aber da kommen ja noch
Zuschläge.
Sie bekommen extra 100 Euro pro Monat,
wenn Sie
keine Schäden am Fahrzeug machen...!"
Gerd : "Vielen
Dank für das freundliche Gespräch"
Was wir alle nicht
wahrhaben wollen: Der Sklavenhandel wurde nicht abgeschafft....!
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